Emma in Meiringen
Wer ist denn eigentlich Emma? Jedenfalls kein Mitglied vom
KLM Bern. So viel ist sicher.
Ich charakterisiere Emma am liebsten als jung, stürmisch und
ich muss es leider sagen, als eine Spielverderberin. Genauer gesagt eine
Skiverderberin. Doch blicken wir zurück. Am 1. März morgens um 10:00 Uhr stehe
ich voller Tatendrang in der Gondel in Meiringen. Doch Emma war schneller. Das
Sturmtief Emma tobt sich gerade aus. Aufgrund der Orkanböen werden nun doch
alle Bahnen geschlossen.
So steige ich in meiner Skimontur wieder aus der Gondel aus
und frage mich, was ich denn in Meiringen mit dem angebrochenen Tag noch
anfangen soll. Die restlichen Teilnehmer des Skiweekends hatten einen besseren
Riecher und die Ankunft schon auf etwas später anvisiert.
Nachdem ich dem Hinweis der Touristinformation nachgegangen
bin und mir die archäologischen Ausgrabungen der Kirche Meiringen zu Gemüte
geführt habe, folgte ich dem Tipp von Bernhard und gönnte mir ein ausgedehntes
Mittagsschläfchen (Das Sherlock Holmes Museum war leider geschlossen).
Zum Apéro und anschliessenden Nachtessen im Hotel Adler vervollständigte
sich unsere kleine, aber feine Runde: Judith und Thomas mit Tochter Sabrina,
Bernhard, Monique und Stephan von Basel und ich Rolf, als kurzzeitiger Strohwitwer
ohne Familie.
Der Abend zerrann durch angeregte Gespräche wie im Flug (oder
war der Adler schuld?). Wohin des Wegs zum Schlummertrunk? Nein, bloss nicht
08/15. So landeten noch ein paar von uns in der edlen Bar 08/16.
Der nächste Morgen kam geschwind. Um 08:00 Uhr trafen wir
uns alle zum stärkenden Frühstück. Der Himmel war noch ganz wolkenverhangen,
konnte unsere Stimmung aber nicht trüben.
Stephan machte sich auf den Weg zum Training für das
Ostervolleyballtournier, alle anderen, mehr oder weniger rasch, auf die
Skipiste. Unsere Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt. Emma verzog sich im
Verlauf des Tages und nahm die Wolken mit. Wir wurden belohnt mit einer wunderbaren
Fernsicht und ein paar Sonnenstrahlen.
Das Skifahren kam also doch nicht zu kurz. Wir tummelten uns
noch bis um 15:15 auf den Pisten. Dann gings wieder ab nach Hause. Ich fühlte
mich zufrieden und geschafft.
So ging das letzte Skiweekend Meiringen – Hasliberg zu Ende.
Rolf