Gross sein wird zwar oft bewundert, kann aber auch ganz
viele Nachteile haben. Bei Türen müssen wir uns Bücken, beim Einstieg ins
Auto werden wir zu Schlangenmenschen, Stühle sind zu niedrig und das Fliegen
kann zur Tortur werden. Wir werden auch all zu oft daran erinnert, dass
unsere Umgebung für Leute mit einer ø-Grösse von 1.75 m designt wurde. Nicht
immer ist jedoch die Umwelt z.B. an Rückenschmerzen Schuld.
Diese Seite beschäftigt sich mit den unterschiedlichsten Aspekten der
Gesundheit von langen Menschen.
Ergonomie
Langenscheidts Fremdwörterbuch definiert den Begriff Ergonomie wie folgt:
Ergonomie, die: (med.)
Wissenschaft von der körperlichen Leistungsfähigkeit des Menschen in seiner
Arbeitsumgebung und der Anpassung der Arbeitsgeräte an seine Bedingungen
Ergonomie beschäftigt sich damit, wie ein Arbeitsplatz
eingerichtet werden muss, damit der Arbeitnehmende nicht krank wird und
bleibenden Schäden davon trägt. Viele der Erkenntnisse aus der Ergonomie,
beispielsweise wie man richtig sitzt oder Lasten hebt, lassen sich auf unser
Privatleben übertragen. Für lange Menschen ist es von Vorteil, sich einige
Grundkenntnisse der Ergonomie anzueignen, denn damit kann schon viel bewirkt,
resp. verhindert werden.
Mehr
Informationen bieten:
•
Ergo-Online
Marfan-Syndrom
Das Marfan-Syndrom ist eine Erbkrankheit, welche das Bindegewebe befällt. Sie
tritt ca. mit einer Häufigkeit von 1:10'000 auf. Beeinträchtigt sind dabei
Körperteile wie Lunge, Herz und Blutgefässe. Besonders gefährdet ist aber die
Hauptschlagader. Erweiterung, Risse und Aussackungen der Aorta können sogar
dazu führen, dass diese platzt. Netzhautablösung und andere Schädigungen im
Augenbereich können im schlimmsten Fall bis zur Erblindung führen. Lange
Menschen sollten schon einmal etwas davon gehört haben, um sicher zu sein,
dass sie nicht daran leiden. Wird das Marfan-Syndrom nicht erkannt, dann kann
es zu einem plötzlichen und unerwarteten Tod führen. Für lange Menschen ist
es deshalb relevant, weil eines der Krankheits-Symptome Grosswuchs ist.
Detaillierte Informationen sind auf der
Seite der Marfan Stiftung Schweiz zu findent
Body
Mass Index (Normalgewicht)
Für uns Lange war die Formel noch nie sehr aussagekräftig, selbst für
durchschnittlich Grosse war sie nur von beschränktem Nutzen. Die Rede ist von
folgender verstaubten Formel:
Das Normalgewicht ist die Körpergrösse in Zentimeter minus 100 für Männer und
minus 110 für Frauen. Für das Idealgewicht sei nochmals zehn Prozent
abzuziehen.
An die Stelle dieser alten Daumenregel kommt der
moderne Body Mass Index, kurz BMI. Der BMI ist auch für sehr grosse und sehr
kleine Leute noch von Bedeutung. Er berechnet sich wie folgt:
Körpergewicht [in Kilogramm]/(Körpergrösse [in Meter] im Quadrat).
Die so berechnete Zahl ist der BMI. An folgender Tabelle kann dann abgelesen
werden, ob man normal-, unter-, oder übergewichtig ist:
< 20 Untergewicht
20 - 24 Normalgewicht
25 - 29 leichtes bis mässiges Übergewicht
30 - 39 deutliches Übergewicht
> 40 sehr starkes Übergewicht
Weitere Informationen, sowie eine Hilfe um den BMI direkt zu berechnen
liefert die
NZZ-Seite zum BMI.
Wachstumshemmer
Das Kind wächst und wächst, die Eltern sind besorgt und wissen nicht ob sie
das Wachstum ihres Kindes medizinisch stoppen lassen sollen. Diesem heiklen
Thema widmet sich der Artikel
Wachstumshemmer, "Eine Hammermethode"
der Weltwoche vom 31. August 2000.